Die Pandemie hat vieles verändert. Wir mussten alle nicht nur unser tägliches Leben anpassen, auch die Art und Weise, wie wir unsere Zukunft planen und potenzielle Arbeitgeber kennenlernen können, hat sich komplett verlagert. Julia Hainitz, Projektleiterin der Karrieremessen des TU Career Centers erzählt, welche Dynamik in dieser Entwicklung steckt und wie man an der TU Wien trotz Pandemie spannende Arbeitgeber kennenlernen kann.
 

Julia, mit welchen Herausforderungen hattet ihr zu kämpfen? 

 

 Unser Fokus hat sich komplett auf die digitalen Möglichkeiten gerichtet. Natürlich vor allem deshalb, um mit den Studierenden in Kontakt zu bleiben und in weiterer Folge, um überhaupt eine sinnvolle Verbindung mit potenziellen Arbeitgebern zu ermöglichen. Wir haben rasch reagiert und unsere Jobmessen trotz Pandemie zugänglich und erlebbar. 

Welche positiven Aspekte haben sich daraus ergeben? 

 

Es war eine herausfordernde, aber auch lehrreiche Zeit. Wir
haben die Jobmesse ganz neu gedacht und versucht, das Erlebnis ins Netz zu übertragen. Der Gamification-Faktor sollte für die Studierenden dabei auch nicht zu kurz kommen. Wir haben viele neue Wege entdeckt, die den Studierenden, aber auch Aussteller*innen angesichts der Situation dann doch auch
Vorteile verschafft haben. Zum Beispiel erspart man sich die Anreise und der Zugang zu einer virtuellen Messe ist für alle, auch überregional, möglich. Zusätzlich hatten die Messebesucher*innen wie auch Aussteller*innen die nötige Ruhe für ein sinnvolles gegenseitiges Kennenlernen 

So ist die TUday@Home entstanden?

Ja, am 28. Oktober 2020 ist zum ersten Mal die „Messe mit Heimvorteil“ über die Bühne gegangen und die Student*innen konnten die Messe bequem
von zu Hause aus besuchen – eine Premiere auch für das TU Career Center!

Trotz Pandemie, waren neben den Partnerunternehmen Austrian Power Grid, ERSTE Group Bank AG, ÖBB-Holding, Takeda, Österreichische POST AG
und VERBUND, insgesamt 70 namhafte Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen (wie Informationstechnologie, Automobil- und Zulieferindustrie,
Unternehmensberatung, Energiewirtschaft, Chemische Industrie, Bank- und Versicherungswesen, Anlagenbau, Transport, Verkehr u. v. m.) mit dabei.
Die Aussteller*innen boten Praktikumsplätze, konkrete Jobangebote nach Abschluss des Studiums aber auch Themen für Bachelor- oder Masterarbeiten 

Wie haben die Studierenden die TUday@Home angenommen?

Da kann ich mit Stolz auf unsere Hard Facts (im Kästchen) verweisen. Wir haben positive Feedbacks erhalten, denn auch online kam der persönliche Touch nicht zu kurz: Mit Real-Life-Avataren, diversen Bühnen-Talks inkl. Q&A Session, zahlreichen Gewinnspielen und der Möglichkeit, via Videochat mit den Unternehmen in Kontakt zu treten, wurde das Messeflair so real wie möglich "ins Wohnzimmer" gebracht.

Hard Facts TUday@Home2020

70 Unternehmen

10.328 Nachrichten

687 Chats

7289 Downloads

1165 Zuhörer*innen bei Publikums-Talk

95 CV-Checks

1091 Log-Ins

Was bedeutet das für die Zukunft?

Wir können mittlerweile beiden Formaten viel Positives abgewinnen und werden diese auch entsprechend anbieten. Im Mai wird es wieder eine TUday@Home geben. Unsere Studierenden können sich wieder auf tolle Unternehmen mit spannenden Jobs und interessanten Vorträgen freuen. Im Herbst freuen wir
uns wieder auf eine Präsenzmesse im Freihaus mit nicht weniger informativen Angeboten, vielleicht sogar mit der einen oder anderen Neuheit. Kommt also gerne vorbei, ob virtuell oder persönlich. Wir sind in jedem Fall für euch da!