Talente Programm

Lukas Pfrimer (33) steht kurz vor dem Abschluss seines Masters in Wirtschaftsingenieurwesen-Maschinenbau. Was das Talente-Programm, das er vor zwei Jahren beim TU Career Center absolviert hat, damit zu tun hat, dass er lieber Techniker als Manager wird, und warum Persönlichkeit im Bewerbungsprozess wichtiger ist, als man denkt, erzählt er hier:
 

Bewirb dich für das Talente-Programm


mehr Infos unter:  tucareer.com

 Wo arbeitest du aktuell? 

Ich arbeite zurzeit im Jungunternehmen Motion BBC GmbH. Das Unternehmen ist im Bereich Consulting aufgestellt und ich bin für die Digitalisierung der Neukundenakquise zuständig. Nach Abschluss meines Masters strebe ich eine
Expertenrolle im Bereich Thermisches Management von E Fahrzeugen in der Automobilindustrie an, weil ich durch meine Diplomarbeit schon umfangreiches Fachwissen in diesem Bereich aufbauen konnte und eine Begeisterung für die Thermodynamik habe.

Wie bist du zum Talente-Programm gekommen
und was hat dir besonders gefallen?
 

 

Ich bin durch Zufall über einen Studienkollegen auf das Talente-Programm gestoßen. Mich hat insbesondere der Mix aus Theorie und Praxis sehr angesprochen. Gerade auch die Möglichkeit, abseits vom klassischen Bewerbungsprozess Unternehmen in einem entspannten Umfeld auf persönlicher Ebene kennenzulernen. 

Toll war das große Engagement des Teams des TU Career Center über die gesamte LVA hinweg. Das Team hat sich sehr bemüht, uns ideal auf den großen Tag der Vorstellungsgespräche vorzubereiten, und in meinem Fall ist dies sehr erfolgreich verlaufen. Ich habe am Ende, trotz meines noch laufenden Masterstudiums, direkt einen Job bei Bühler angeboten bekommen. 
 
 

Was waren deine Aufgaben bei Bühler?
Worum ging es in dem Forschungsprojekt?
 

 

Ich habe als Konstrukteur in Teilzeit in der Abteilung für Design Cutting & Handling gearbeitet. Die Aufgabe war eine neue Technologie für das Schneiden von Flachwaffelblöcken zu entwickeln. Details dazu kann ich aufgrund einer
Geheimhaltungsvereinbarung nicht erzählen. 

Es war eine tolle Erfahrung, von einer Idee auf Papier eine ganz neue Maschine aufzubauen. Mein damaliger Abteilungsleiter hat mir viel Freiraum gegeben und ich durfte in eigener Verantwortung meine Ideen in diesem herausfordernden Projekt umsetzen. Ich habe dabei auch gelernt, was es heißt, unter Druck zu performen und wirtschaftlich zu konstruieren. Da ich zu diesem Zeitpunkt auch als Tutor an der TU gearbeitet und meine Masterarbeit am IFA der TU Wien begonnen habe, war es spannend, alle diese Aufgaben unter einen Hut zu bekommen. 

Was würdest du Studierenden, die sich beim Talente-Programm bewerben wollen, empfehlen?

Alle, die Interesse haben, sich auf beruflicher und persönlicher Ebene weiterzuentwickeln, sind hier genau richtig. :) Man hat die tolle Möglichkeit, direkt Einblicke in den Bewerbungsprozess zu bekommen. Gerade als Technikstudent*innen sind wir oft sehr damit beschäftigt, unser Fachwissen zu vertiefen. Aber im Bewerbungsprozess kommt es noch auf einen ganz anderen Faktor an: die eigene Persönlichkeit! Ich denke, vielen ist nicht bewusst, wie wichtig z. B. ein authentisches Auftreten ist. Im Talente-Programm kann
man sich dazu direkt ein Feedback holen. Das ist eine tolle Sache.
 

Was hat dir das Talente Programm auf beruflicher und persönlicher Ebene gebracht? 

 

Durch das Talente-Programm habe ich gelernt, wie man sich optimal auf einen Bewerbungsprozess vorbereitet. Mir hat es gefallen, dass ich die vorgetragene Theorie sofort in realen Bewerbungsgesprächen mit spannenden relevanten
Unternehmen umsetzen konnte. Besonders der Blick hinter die Kulissen des Recruitings war für mich sehr interessant und etwas ganz Neues. Auf der persönlichen Ebene habe ich gelernt, mit welcher mentalen Einstellung ich in ein Bewerbungsgespräch gehe. Bei Jobinterviews bin ich noch immer etwas aufgeregt, sehe aber die Dinge jetzt auch aus einem Blickwinkel, der mir
hilft, cool zu bleiben.
 

Inwiefern hat das Programm deine beruflichen Entscheidungen beeinflusst? 

 

Das Programm hat mir geholfen auf beruflicher Ebene richtig zu reflektieren. Ich habe nun ein sehr klares Bild davon bekommen, inwiefern sowohl meine Persönlichkeit als auch meine fachlichen Fähigkeiten einen Mehrwert für ein
Unternehmen darstellen. Denn wenn man diese Punkte klar und ehrlich für sich beantworten kann, dann ist man auch bei der Jobsuche erfolgreich. Das hat sich für mich auch in folgenden Bewerbungsgesprächen bewahrheitet. Vor dem Talente-Programm habe ich mich stets in einer klassischen Managementposition gesehen. Nach dem Durchlaufen des Programms habe ich aber gespürt, dass die Expertenrolle als Techniker besser zu mir passt – eine wertvolle Erkenntnis.