Remember me?

Wie  bleibt man in Erinnerung?
Worauf reflektieren Sie positiv
und worauf eher negativ? 

Dr. Maria Resch | Head of Human Resources FCP.VCE
FRITSCH, CHIARI & PARTNER
Foto: © KRF 
 

Hand aufs Herz: Es ist doch so, dass wir zumeist danach streben, anderen in Erinnerung zu bleiben - und am liebsten in guter. Wir möchten bemerkt und wahrgenommen werden, doch dazu müssen wir uns von anderen abheben. Sind wir uns der eigenen Persönlichkeit bewusst, wissen wir, wer wir sind, können wir dies betonen und unser Gegenüber auch
mit viel Wahrhaftigkeitswert erreichen. 

Was für das persönliche Leben gilt, trifft auch auf das Auftreten in Einstellungsgesprächen zu: Ich erinnere mich noch gut an ein erstes Kennenlernen, in dem mich eine Kandidatin geradezu herausforderte, weil sie mit mir einfach kein Gespräch führen wollte. Sie war nicht unfreundlich, aber betont verschlossen, und auf meine Frage, ob ihr dieses Gespräch unangenehm sei, meinte sie, sie wolle einfach nur den Job haben, aber für Situationen wie ein Bewerbungsgespräch sei sie nicht geeignet. Wir gaben ihr diese Chance – und meines Wissens arbeitet sie heute noch in diesem Unternehmen; aber größeres Engagement oder eine herzliche Teilnahme am Teamleben zeigte sie nie. Nichtsdestotrotz machte sie ihre Aufgabe im Arbeitsalltag gut und sie enttäuschte nicht: Zumal sie uns bereits von erster Stunde an tiefe Einblicke in ihren Umgang mit anderen im Arbeitsalltag gewährt hatte 

 „Wer bin ich und wer möchte ich in dieser Position sein?“ 

„Welche meiner persönlichen Stärken oder auch Schwächen bringe ich dafür mit?“ 

Deshalb sollte man für sich einige Fragen selbst gut beantworten können: „Wer bin ich und wer möchte ich in dieser Position sein?“, „Welche meiner persönlichen Stärken oder auch Schwächen bringe ich dafür mit?“ –denn genau diese gilt es, selbstbewusst zu akzentuieren.

Worauf kommt es also an?

  • Lösen Sie Emotionen aus: Ihr Gegenüber vergisst vielleicht, was Sie gesagt haben, auch was Sie gemacht haben, aber Sie bleiben mit dem in Erinnerung, wie man sich in Ihrer Anwesenheit gefühlt hat. 


  • Lösen Sie Emotionen aus: Ihr Gegenüber vergisst vielleicht, was Sie gesagt haben, auch was Sie gemacht haben, aber Sie bleiben mit dem in Erinnerung, wie man sich in Ihrer Anwesenheit gefühlt hat.  Seien Sie natürlich, ehrlich, auch wenn es kontrovers sein könnte: Das macht Sie unverwechselbar 


  • Lächeln Sie auf natürliche Weise: Das signalisiert, dass Sie Interesse haben, Ihr Gegenüber kennenzulernen. Lächeln aktiviert die Spiegelneuronen der anderen Person, was zu ebenso positiven Gefühlen und somit gegenseitigem Interesse führen wird 

 

  • Verwenden Sie die Namen Ihrer Gesprächspartner: Das ist seit jeher ein effektiver Weg, bei der anderen Person in Erinnerung zu bleiben 


Gemeinsam mit einer offenen und aufrichtig interessierten Einstellung entsteht eine erste Beziehungskomponente, an die man bei einem zweiten Gespräch auch gerne wieder anknüpfen möchte. „You never get a second chance to make a good frst impression“, meinte einst George Bernard Shaw und dieser erste positive Eindruck ist meines Erachtens dann geschafft, wenn Sie Einblicke geben in die Person, die Sie sein werden oder auch werden möchten, wenn Sie unsere Kollegin oder unser Kollege geworden sind. Damit ist auch der erste Schritt einer spannenden gemeinsamen Reise getan.