Wie gehe ich damit um, wenn ich nach meinen Schwächen gefragt werde? 

Prok. Mag. Heide Schwarz, MBA| Leitung Personalmanagement bei HABAU Hoch- und Tiefbaugesellschaft m.b.H.
Foto: © HABAU GROUP Joel Kernasenko 
 

 


Oftmals taucht diese Frage eher versteckt und anders formuliert auf: Etwa, welche Stärken andere haben, die einem selbst fehlen, oder was Kundinnen und Kunden an einem kritisieren könnten. Das Wichtigste ist, zu erkennen, weshalb Personalerinnen und Personaler sich nach den Schwächen erkundigen. Wir bei der HABAU GROUP möchten wissen, ob die Bewerberinnen und Bewerber über sich selbst reflektieren und ehrlich zu
sich sowie anderen sind. Wir suchen keine perfekten Menschen – die gibt es auch nicht. Wir suchen solche, die zu uns passen und unsere Leidenschaft für die Baubranche teilen. Schwächen zu haben, ist normal und man sollte zu ihnen stehen. 

Von Standardfloskeln und „Scheinschwächen“ wie Perfektionismus und Ungeduld, die man leicht als Stärken verkaufen kann, sollte man daher unbedingt Abstand nehmen. Personalerinnen und Personaler haben das schon hundertfach gehört und durchschauen das schnell. Im Idealfall zeigt man anhand von konkreten Beispielen und authentisch,
dass man sich seiner Schwächen bewusst ist und an ihnen arbeitet. Eine Möglichkeit wäre es, zu sagen: „Vor anderen Menschen zu sprechen, macht mich gelegentlich nervös. Ich habe mir jedoch angewöhnt, mich sehr gut auf entsprechende Termine vorzubereiten und übe vorher mit Kolleginnen oder Freunden. Damit bekomme ich das sehr gut in den Griff. 

 Diese Bereitschaft, anzupacken und sich weiterentwickeln zu wollen, wenn man an Grenzen stößt, ist für uns entscheidend 

Das zeigt sich u. a. auch an unseren Weiterbildungsprogrammen, in denen wir unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gezielt fördern. Denn wir möchten gemeinsam über uns hinauswachsen, beste Ergebnisse erzielen und langfristig aufeinander bauen können. Mit unserer offenen Firmenkultur schaffen wir das Fundament dafür, dass individuelle Charaktere ihre Stärken einbringen und an ihren Schwächen arbeiten können.